Netztrennung (Bauabschnitt I), Sachsen bei Ansbach
Die Wasserversorgung dieses Projekts wies in ihrer Grundstruktur eine Struktur auf, die in den 1960er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden ist. Seitdem ist ein deutliches Wachstum der Gemeinde zu verzeichnen. Es bestand nicht nur ein Erneuerungsbedarf aufgrund des Anlagenalters, sondern es wurde auch eine Neustrukturierung der Versorgung erforderlich. Da die Gemeinde über keine eigene Gewinnung verfügt, erfolgt die Wasserlieferung durch die Reckenberg-Gruppe und deren ihrem naheliegenden Hochbehälter Külbingen.
Es konnte festgestellt werden, dass eine Sanierung des Wasserturms als druckbestimmendes Speicherelement als unwirtschaftlich zu erachten ist. Zudem wurde eruiert, dass der aus der Wasserturmhöhe resultierende Versorgungsdruck für Teilgebiete der Versorgung als zu niedrig zu bewerten ist. Gemäß der vorliegenden Evidenz wird eine Optimierung der Wasserversorgung durch die Übertragung der Zuständigkeit für den Wasserturm auf ein Drucksteigerungspumpwerk im Hochwasserpumpwerk Külbingen empfohlen. Zu diesem Zweck wurde das bereits vorhandene Überhebepumpwerk durch ein an die Förderaufgabe angepasstes Drucksteigerungspumpwerk ersetzt, welches auch über eine Netzersatzanlage betrieben werden kann. In der Konsequenz dessen besteht die Möglichkeit, für den Versorgungsbereich Sachsen Nord, für Teile des Weinbergs sowie für Hirschbronn ein höheres, regelwerkskonformes Versorgungsdruckniveau festzulegen. Um eine Gefährdung der tiefliegenden Netzgebiete durch zu hohen Wasserdruck zu verhindern, ist eine zukünftige Versorgung dieser über insgesamt drei Druckminderschächte vorgesehen. Gemäß dem neuen Versorgungskonzept wird eine Separation des Versorgungsgebiets in eine Hoch- und eine Tiefzone vorgenom-men. Der neue Übergabeschacht markiert den Ausgangspunkt für die Installation einer Wasserleitung aus PE100 DN/OD 250, die sich bis zur Haupteinspeisung in die Tiefzone erstreckt. Diese Maßnahme diente der Schaffung eines leistungsfähigen Rückgrats. Die Neuverlegung der Bahnlinie erfolgte im Bereich des „Moosweg“ und „Am Schloßberg“ unter Anwendung aufwendiger Bauverfahren, wobei insbesondere das gesteuerte Pressbohrverfahren zum Einsatz kam. Die Gemeinde Sachsen b. Ansbach errichtete eine weitere Druckerhöhungsanlage für die Noteinspeisung von einem zweiten Wasserversorger, um eine zweite Versorgungsquelle zu etablieren.
Die Verbindungsleitung zum Ortsteil Hirschbronn wurde von der Bahnquerung bis zum Ortseingang verstärkt.
1.263 m 250*22,7 Wasser PE100 RC 250*22,7 SDR11 (liefern u. verlegen im Spülbohrverfahren
1.421 m Wasser PE100 RC 180*16,4 SDR11 (liefern u. verlegen inkl. Erdarbeiten im offenen Graben)
318 m Doppelrohr mit Innenrohr 200*18,2 SDR 11 (liefern u. verlegen inkl. Erdarbeiten im offenen Graben)
252 m Wasser PE100 RC 160*14,6 SDR11 (liefern u. verlegen inkl. Erdarbeiten im offenen Graben)
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3.254 m Gesamtlänge
Im Rahmen der Kampfmittelvorerkundung ergab sich ein Risiko auf versprengte, nicht detonierte Granaten. Ursächlich hierfür ist, dass am 20.04.1945 550 m südwestlich des Bauareals ein mit Nebelwerfergranaten beladener Zug gesprengt wurde.
Die Referenz im Detail
Kurz und knapp alles Wichtige zum Projekt in der Zusammenfassung
| Auftraggeber: | Gemeinde Sachsen bei Ansbach |
| Maßnahme: | Sanierung der Wasserversorgung, Netztrennung BA 1 |
| Geschäftsfeld: | Wasserversorgung |
| Technische Daten: | – Einspeisung: Qhmax = 71 m/h |